Der Stadtname kommt schon einer Aufforderung gleich: Baden-Baden. Begründet wurde die Bäderkultur durch die Römer. Etwa im Jahr 70 unserer Zeitrechnung marschierten Armeeeinheiten durch das Oostal. Ihre Mission: für den Legionsstandort Straßburg ein Heilbad zu bauen. Fündig wurden sie an einer kleinen Erhebung im heutigen Stadtgebiet – dem Rettig. Sie nannten den Platz einfach „Aquae“, wie sie das bei allen Thermalquellen machten. Zunächst kurten hier Legionäre, dann kamen die Gallier hinzu und es entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte ein Bäder-Hochkultur. Beeindruckende Spuren aus dieser Zeit finden sich noch heute unterhalb des Römerplatzes. Bei einem Spaziergang durch die in ihrem ursprünglichen Zustand fantastisch erhaltenen Badeanlagen, vorbei an übermannshohen römischen Mauern erleben Sie mehr als 2000 Jahre alte Geschichte hautnah, unter anderem mit einer Computeranimation unter:

www.visit.baden-baden.de/fuehrungen

Ein Dutzend Heil- und Thermalquellen entspringen beim Florentinerberg – am neuen Schloss – in Baden-Baden. 800.000 Liter sprudeln hier pro Tag aus dem Gestein, die heißeste Quelle hat rund 69 Grad Celsius – und das schon seit gut 2000 Jahren. Aber nicht nur die Römer genossen die Heilkraft des Wassers, auch in der Antike und im Mittelalter lockten Quellen und Badehäuser die Menschen an die Oos. Bader und Ärzte siedelten sich an, Badstuben errichtet, diverse Kuren entwickelt, die unter heutigen Gesichtspunkten allerdings recht kernig waren – und rasant entwickelte sich ein gut florierender Bäderbetrieb. Der Pfälzische Erbfolgekrieg setzte dem diesem Wirtschaftszweig ein jähes Ende. Die Bäderkultur verfiel in einen Dornröschenschlaf. Erst 1765 wurde am Fuße des Beutig ein kleines, hölzernes Promenadenhäuschen angelegt – an der Stelle, wo heute das Kurhaus steht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erblühte Baden-Baden und seine Bäderkultur wieder. Und die Anziehungskraft ist bis heute ungebrochen. Eine kleine, aber sehr interessante Ausstellung zu dieser wechselwollen Geschichte findet sich übrigens im Stadtmuseum an der Lichtentaler Allee.

Caracallatherme

Wer die Faszination – im sprichwörtlichen Sinn – hautnah erleben möchte, dem sei der Besuch der Caracallatherme empfohlen.

Die wichtigsten Infos:

• Felsengrotte mit heißem und kaltem Wasser
• Großzügige Marmorbecken mit heißem Thermalwasser außen und innen
• Natursole-Inhalationsraum
• Aromadampfbad und Saunalandschaft mit Vital-, Aroma-, Wald-, Meditations- oder Feuer-Sauna.
Highlight: das Spectaculum, hier werden die Aufgüsse durch Licht- und Sounderlebnisse begleitet
• Solarien und Wellness-Lounge
• Öffnungszeiten: täglich von 08:00 – 22:00 Uhr
• Eintrittspreise zwischen 15 und 27 Euro. Außerdem gibt es Gutscheinblöcke und VIP-Chips

Friedrichsbad

Das Friedrichsbad – nur wenige Schritte entfernt – ist eigentlich ein Muss für jeden Gast der Kurstadt. Ob exklusives Thermalwasser, Badevergnügen in separaten Privatbädern, Wellness, verschiedene Massagen, Anwendungen oder Heißluftbäder – nach einem Besuch im Friedrichsbad fühlt man sich wie neugeboren oder zumindest runderneuert…

Was man erlebt haben sollte:

• 17 Badestationen mit regenerierendem Thermalwasser und diversen Massagen
•  Privatbäder in traumhaftem Ambiente mit Getränken und wahlweise Massagen oder Peelings
•  Wellness zu zweit: mit Luxusbad und Twin-Massage
•  Massagen aus aller Welt: Von Shiatsu über Lomi-Lomi bis zu Huna-Mana
•  Beauty-Behandlungen von Kopf bis Fuß
•  Eintrittspreise zwischen 25 und 59 Euro. Außerdem Gutscheinblöcke und VIP-Chips
•  Öffnungszeiten: täglich von 09:00 bis 22:00 Uhr

Wer mehr wissen will: www.carasana.de und www.shop-carasana.de

Übrigens:
Einer, der das auch zu spüren bekam, war Johann Wolfgang von Goethe. Von ihm stammt auch das Gedicht über dem Eingang des Bads:

„Wunderwirkend strömt die Welle – strömt der heiße Dampf der Quelle – Mut wird freier – Blut wird neuer – Heil dem Wasser – Heil dem Feuer.“

 

FOTOCREDIT: Carasana Bäderbetriebe GmbH